SOLITUDE REVIVAL e.V.
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Solitude Revival erfährt die Rallye Charbonnières


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Im Jahr 1960 war die Rallye-Begeisterung in Deutschland auf einem Hochpunkt angelangt. Deutsche Fahrer und Werksteams konnten Erfolge vorweisen und 15 Jahre nach dem zweiten Weltkrieg schaffte es gerade der Motorsport, die ehemals verfeindeten Nationen in sportlichem Wettbewerb wieder zu vereinen.

Genau in diesem Jahr startete die erste Rallye Lyon-Charbonnières-Stuttgart-Solitude. Eine Gemeinschaftsrallye der bestehenden Rallye Solitude mit dem Automobil Club du Rhône in Lyon, der bereits seit 1949 seine Rallye Lyon-Charbonnières mit anspruchsvollen Sonderprüfungen auf selektiven Alpenpässen durchführte.
Im Jahr 1966 stieg auch der Automobil Club der Schweiz als Veranstalter der Solitude-Charbonnières mit ein. Sie zählte nun in Frankreich, Deutschland und in der Schweiz als nationaler Meisterschaftslauf und ab 1967 sogar zur Rallye-Europameisterschaft. Aufgrund zu hoher Auflagen durch die deutschen Behörden fand die Rallye dann 1972 zum letzten Mal und leider nur in begrenztem Umfang statt.

Rallye Revival mit historischen Fahrzeugen

Wenn auch nicht historisch korrekt, so starteten im September 2016, also genau 50 Jahre nach der Hochzeit der Rallye, Mitglieder des Solitude Revival e.V. die Fahrt von der Solitude Rennstrecke vor den Toren Stuttgarts bis zum Zielort nach Charbonnières-Les-Bains bei Lyon.
Die Strecke war zu großen Teilen dieselbe wie von 1969, die Bergprüfungen wurden bei der Streckenplanung berücksichtigt. Lediglich bei der Fahrzeit wurden Abstriche gemacht. So wurde die damals an einem Tag in Bestzeit zu fahrende Etappe auf zwei Etappen aufgeteilt.

Am ersten Tag fuhr die Gruppe von der Solitude über den Schwarzwald zur historischen Wertungsprüfung Oppenau – Zuflucht und von dort weiter über Breisach am Rhein nach Frankreich, wo in den Vogesen die zweite Wertungsprüfung am Col du Hundsruck wartete.
Von dort ging es dann ins Hotel nach Montbéliard. Der zweite Tag führte die Gruppe dann weiter in Richtung Süden über die Wertungsprüfungen bei St. Hippolyte und im Jura. Von dort ging es dann nach 16 Stunden Fahrzeit und ca. 750 Kilometern Wegstrecke zum Casino von Charbonnières.

Das Rallye Revival fand ausschließlich auf öffentlichen Straßen statt, somit wurde zwar sportlich, aber nach den gültigen Verkehrsregeln gefahren. Am Ende waren somit alle Teilnehmer strahlende Sieger, die sich ihre Pokale für eine erfolgreiche Teilnahme beim Organisationsleiter abholen durften.

Bastian


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Text und Fotos: Bastian Atzger



Solitude Revival Club
Solitude Revival e.V. Stuttgart