|
|
| Mitglieder |
| Peter (Pit) Haenger erzählt |
| An einem sonnigen Donnerstagnachmittag Mitte Juni trafen wir uns zum lockeren Plausch an Peters Werkstatt. Das Tor zur Werkstatt war geöffnet. Rechts hinter dem Tor stapelten sich ein Satz Slicks und ein Satz Regenreifen. Peter macht Kaffee. In der Mitte der kleinen Halle stand ein abgedecktes Fahrzeug. Verräterisch lugte der grüngelbe Frontspoiler seines 911 SC RS unter dem Autopyjama hervor. Wir setzten uns vor die Werkstatt in die Mittagssonne, der Jack Russell Rüde Charly tat es uns gleich und genoss die warmen Strahlen auf seinem Fell. Vor uns stand mein 914 dessen Boxermotor leise knacksend im Schatten abkühlte. Das Leben ist schön! |
| Bei einer Tasse Kaffee erzählt mir der stets freundlich gestimmte Pit das er aus dem wunderschönen Remstal stammt, genauer gesagt in Plüderhausen aufgewachsen und zur Schule gegangen ist. Die Liebe hat ihn später in die älteste Stauferstadt Deutschlands nach Schwäbisch Gmünd verschlagen. Erst im Jahre 2000 bezog Familie Haenger ihr jetziges Domizil in der Kreisstadt Aalen. Als faszinierter Zuschauer hat er sich bei den damaligen auf der Solitude ausgetragenen Sportwagen- und Formel-Rennen unheilbar mit dem Rennvirus infiziert. Seine Ausbildung zum Kfz-Mechaniker bei Autostaiger Stuttgart kam ihm hierbei nur zu Gute. Der allererste Wettbewerb war 1967 der Ostalb-Slalom den er auf einem Opel Rekord Sprint 106 PS bestritt. Ausgetragen wurde diese Veranstaltung damals auf dem heutigen Gelände des Limes Thermen Hotels Aalen. Unter anderem bestritt er in dieser Zeit die unterschiedlichsten Events für den AMC-Schwäbisch Gmünd. |
|
| Karriere im Bergrennsport der siebziger Jahre auf einem Behnke Condor Porsche |
| Ebenfalls eine gefährliche Mischung sind Vater Pit und Sohn Mario Haenger auf ihrem grüngelben Porsche 911 SC RS. Der Sportwagen wurde im Juli 1975 in Zuffenhausen als G-Modelle mit 210 PS aus 2,7 Litern Hubraum bei 1070 kg auf die Straße geschickt. In den Jahren 1974 bis 1976 wurden genau 1500 Stück von diesem Boliden gebaut. Bei der Restauration des Heckmotor-Sportwagens, die weitestgehend von Pit und seinen beiden Söhnen fachmännisch ausgeführt wurde, konnte die Leistung auf 240 PS erhöht und das Gewicht um 100 kg auf 970 kg verringert werden. In dieser Kombination ergibt sich ein Beschleunigungswert von "wie die Sau". (Originalton Pit). Aktuell sind Vater und Sohn auf vielen Rennsport-Veranstaltungen anzutreffen, auf denen sie unter dem Banner des SR-RacingTeams starten. Bei all diesen Reisen und Unternehmungen zu und auf sämtlichen Rennstrecken ist Pit ein ausgesprochener Familienmensch geblieben. |
| Der 911 SC geht "wie die Sau" |
| Pit und Mario Haenger im Fahrerlager der Klassikwelt Bodensee 2012 |
| Text: Gerald Just 15.07.2012 |
| VON ENTHUSIASTEN - FÜR ENTHUSIASTEN |
|
|
|