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Wolfgang Inhester startete in die neue Saison 2017

Ein Bericht von SR-Mitglied Eberhard Strähle

click to enlargeKromm und Inhester Ford Escort 1979  

Im Jahr 1977 landete Wolfgang Inhester aus Ditzingen bei seiner ersten Rallyesaison als Copilot von Eberhard Kromm aus Ranstadt bei der ‚Metz-Rallye‘ in Stein bei Nürnberg einen hervorragenden Klassensieg.
Von seinen damaligen Rallyeschlachten erzählt er heute noch so illustriert, als wäre es gestern gewesen: „Kromm war zu diesem Zeitpunkt schon seit fünf Jahren erfolgreich in der 1.300er-Klasse. Das Auto ein Ford Escort 1300 GT, Gruppe 2, mit Werksunterstützung. Ford hatte damals großes Interesse, neben der 2 Liter-Klasse auch ein Angebot für Privatfahrer in der 1.300er-Klasse vorzuweisen. Wir waren sozusagen das „Aushängeschild“.
Von Ford bekamen wir die Teile, gebaut und gewartet wurde der Wagen von Kromm, ein gelernter Kfz-Ingenieur, die Einsatzkosten wurden von Vergölst Reifenservice getragen. Wir gewannen in der Deutschen Rallyemeisterschaft von 1977 bis 1979 alle Läufe in der Klasse bis 1.300 ccm/Gruppe 2 (Spezialtourenwagen) und wurden dreimal Gesamtdritte in der Deutschen Meisterschaft vor zahlreichen Werksteams.

Wir hatten nie einen Ausfall (einmaliger Rekord) und galten in der Fachpresse als „Könige der kleinen Hubraumklassen“. In den drei Jahren fuhren wir 44 Rallyes gemeinsam, gewannen 41 mal die Klasse und wurden dreimal Zweite, nur geschlagen von den Werks-Skoda 1.300 RS, die nur aus Plastik bestanden, bei Auslandsstarts.
Außerdem gewannen wir den Ford-Sportpokal und den Solex-Sportpokal, beide hochdotiert damals.1980 bin ich dann zu Achim Warmbold gekommen. Die Metz fuhr ich von 1977 bis 1981, vier Klassensiege, ein 2. Platz im Gesamt (1980), ein Ausfall (1981)“.

Heute und exakt vierzig Jahre später, ist die ‚Metz Classic Rallye‘ eine Veranstaltung mit klassischen Automobilen, die aber nicht minder schnell sein könnten. So mancher Oldtimerpilot weiss ganz genau, wofür das rechte Pedal im Fussraum auch heutzutage bestimmt ist.
Wolfgang Inhester, nach wie vor mit dem Rallyebazillus infiziert, hat sich mittlerweile eine sehr schöne Armada mit betagten Porsches aufgebaut und startete in Stein bei Nürnberg mit seinem 911 SCRS aus dem Jahr 1983. Dieser Elfer ist im ‚Rothman’s Outfit‘ ein wahrer Eyecatcher und verbirgt unter seiner Karosse ein recht tolles Fahrwerk von der Firma ‚KW automotive GmbH‘ im schwäbischen Fichtenberg.
Seine quirlige Gattin Rita sorgt bei Veranstaltungen für die wichtigen Ansagen im Cockpit, die den vorgegebenen Weg weisen. Die ‚Metz Classic Rallye‘ ist mit ihren knapp 190 Lichtschranken „die sportlichste Classic-Rallye in Deutschland“, meinte Wolfgang am Rande der Rallye.
Nach acht langen Monaten gönnten sich Inhesters wieder Mal eine solche ‚Tortour‘ im Labyrinth der Lichtschranken. Und ohne ausreichendes Vortraining.
„Auf der Freitag-Etappe noch eingerostet, leisteten wir uns zwei "Verfahrer", die uns chancenlos zurückwarfen“, resümierte der Rallyepilot. Dies belegten auch die Stoppuhren. 19 Strafsekunden in der GP 1 und elf Sekunden im Minus auf der GP 7, waren für einen der ganz vorderen Ränge so gut wie nicht aufzuholen.
Wolfgang H. Inhester, der den bildschönen Porsche 911 SCRS mit der Startnummer 12 unter der Navigation seiner Gattin Rita durch das Frankenland bewegte, schätzte vor allem die zweite Gleichmässigkeitsprüfung in Defersdorf , weil hierbei die taghellen Scheinwerfer an unserem Rothman’s Porsche zum Einsatz kommen. „Es gibt eigentlich viel zu wenige Nachtprüfungen. Sie stellen immer etwas Besonderes dar und sind sehr interessant zu fahren“, meinte der sympathische Geschäftsmann aus Ditzingen.
Die Samstagroute dagegen hatte es dennoch in sich. Die Inhesters liefen zu einer Hochform in ihrem Porsche 911 auf und erzielten nach weiteren 11 GP’s sehr moderaten Zeitabweichungen, die sich in einem Fenster von einer Sechszehntelsekunde bis 1,72 Sekunden bewegten, noch den 25. Rang in der finalen Wertung.

Text & Bilder: Eberhard Strähle

click to enlargeWolfgang H. Inhester   click to enlarge911 Rothmans


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click to enlargeRita und Wolfgang Inhester   click to enlarge911 Rothmans


Text & Bilder: Eberhard Strähle


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